Worin sich Innen- und Außenabdichtung unterscheiden
Innen- und Außenabdichtung unterscheiden sich in der Seite der Wand, auf der sie sitzen, und damit in dem, was mit der Wand geschieht. Die Außenabdichtung liegt auf der wasserzugewandten Seite im Erdreich. Sie hält das Wasser vom Mauerwerk fern, und die Wand trocknet nach der Sanierung aus. Die Innenabdichtung liegt auf der wasserabgewandten Seite im Raum. Sie hält das Wasser im Mauerwerk zurück, und die Wand bleibt dauerhaft feucht. Das WTA-Merkblatt 4-6 der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege, Ausgabe Dezember 2024, beschreibt beide Bauarten für die nachträgliche Abdichtung im Bestand.
Beide Verfahren sind nach dem Merkblatt gleichwertig zulässig, aber nicht gleichwertig in der Wirkung. Die Innenabdichtung ist die Alternative, wenn die Wand von außen nicht zugänglich ist, etwa wegen Überbauung, Nachbarbebauung oder Versorgungsleitungen. Wo gegraben werden kann, ist die Außenabdichtung die Bauart, die das Problem an seinem Ort löst.
| Merkmal | Außenabdichtung | Innenabdichtung |
|---|---|---|
| Lage der Dichtschicht | Erdseite der Wand, unter Geländeniveau | Raumseite der Wand, auf dem Rohmauerwerk |
| Zustand des Mauerwerks danach | Trocknet bis zur Ausgleichsfeuchte aus | Bleibt dauerhaft feucht, muss das vertragen |
| Zulässige Wasserbeanspruchung | Alle Klassen, bei über 3 Meter Eintauchtiefe mit Bahnen | Geprüfte Systeme für W1-E und W2.1-E, über 3 Meter nur als Sonderlösung |
| Erdaushub | Ja, nach DIN 4124 mit Böschung oder Verbau | Nein |
| Typische Stoffe | Bitumendickbeschichtung, Dichtungsschlämme, Dickbeschichtung, Flüssigkunststoff, Bahnen | Dichtungsschlämme, flexible Dickbeschichtung, Sperrputz mit WTA-Eignungsnachweis |
| Erfolgskriterium nach WTA 4-6 | Ausgleichsfeuchte erreicht, kein Wassereintritt; ohne Vereinbarung nach mindestens zwei Jahren | Kein flüssiges Wasser an der Innenfläche; Wasserdampf und Verfärbungen zulässig |
| Anbieterpreise je Quadratmeter | 200 bis 400 Euro (plan7architekt), 350 bis 650 Euro (Getifix) | 80 bis 200 Euro (plan7architekt), 450 bis 600 Euro (Getifix) |
| Dämmung möglich | Perimeterdämmung außen, förderfähig bei beheiztem Keller | Nur als Innendämmung nach WTA 6-4 mit Feuchtenachweis |
Wann die Außenabdichtung die richtige Wahl ist
Die Außenabdichtung ist die richtige Wahl, wenn die Kellerwand freigelegt werden kann und das Mauerwerk trocken werden soll. Sie wird nach dem Merkblatt 4-6 für alle Wasserbeanspruchungsklassen ausgeführt. Diese Klassen stammen aus der DIN 18533, deren Teil 1 im Juni 2026 neu erschienen ist und dabei die früheren Wassereinwirkungsklassen in Wasserbeanspruchungsklassen umbenannt hat. W1-E steht für Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser, W2.1-E für drückendes Wasser bis 3 Meter Eintauchtiefe, W2.2-E für mehr als 3 Meter, W4-E für Spritzwasser am Sockel und für Kapillarwasser in und unter Wänden.
Der gängige Stoff ist die polymermodifizierte Bitumendickbeschichtung, kurz PMBC. Das Merkblatt nennt für sie eine Mindesttrockenschichtdicke von 3 Millimetern bei W1-E und W4-E und von 4 Millimetern mit Verstärkungseinlage bei W2.1-E und W3-E. Die Trockenschicht ist die Dicke nach dem Aushärten; der Betrieb muss nass entsprechend mehr auftragen, ohne Herstellerangabe 25 Prozent. Die Schutzschicht darf erst nach dem Durchtrocknen aufgebracht werden. Für W2.2-E, also mehr als 3 Meter im Wasser, sieht das Merkblatt bahnenförmige Abdichtungen vor; Dickbeschichtungen sind dort nur als vereinbarte Sonderlösung zulässig.
Zur Außenabdichtung gehören drei Dinge, die im Angebot oft fehlen. Erstens die Sockelzone: Nach der Klasse W4-E reicht die Abdichtung von 0,2 Meter unter bis 0,3 Meter über Geländeoberkante, damit Spritzwasser nicht über die Kante läuft. Zweitens die Schutzschicht aus Noppenbahn oder Perimeterdämmung, damit die Verfüllung die Abdichtung nicht verletzt. Drittens die Dränung nach DIN 4095, aber nur dort, wo sie erlaubt ist: bei gering durchlässigem Boden ohne drückendes Wasser. Gegen Grundwasser hilft keine Dränung, sie würde es nur anziehen.
Wann nur die Innenabdichtung bleibt
Die Innenabdichtung bleibt, wenn die Wand von außen nicht erreichbar ist: unter einer Terrasse, an der Grenzwand zum Nachbarn, hinter Leitungen oder in einem Denkmal, dessen Außenseite nicht angetastet werden darf. Nach dem Merkblatt 4-6 sind geprüfte Innenabdichtungssysteme für Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser sowie für drückendes Wasser bis 3 Meter Eintauchtiefe geeignet. Bei mehr als 3 Metern ist eine Sonderlösung zu planen.
Der Preis dieser Lösung ist die feuchte Wand. Das Merkblatt sagt es ausdrücklich: Der Wandquerschnitt der von innen abgedichteten Bauteile bleibt feucht, und der Wandbaustoff muss diese Belastung dauerhaft tragen. Porenbeton ist auf seine Feuchtebeständigkeit und Haftzugfestigkeit zu prüfen. Polystyrolhartschaum, Holzwolle-Leichtbauplatten und Holzschalungssteine sind als Untergrund ungeeignet. Zugelassen sind nur mineralische Dichtungsschlämmensysteme, flexible polymermodifizierte Dickbeschichtungen und wasserundurchlässige Werktrockenmörtel, die einen WTA-Eignungsnachweis für die Innenabdichtung besitzen.
Kann die Kellerwand von außen freigelegt werden, ohne Nachbarwand, Terrasse, Bäume oder Leitungen zu verletzen?
Soll die Wand dauerhaft trocken werden, etwa weil der Keller bewohnt oder gedämmt wird?
Außenabdichtung. Sie trocknet das Mauerwerk aus, lässt sich mit Perimeterdämmung kombinieren und ist für jede Wasserbeanspruchungsklasse ausführbar.
Beide Bauarten kommen infrage. Vergleichen Sie Aushub gegen Vorarbeiten innen und prüfen Sie, welche Raumnutzungsklasse Sie brauchen.
Liegt der Bemessungswasserstand höchstens 3 Meter über der Unterkante des Bauteils?
Innenabdichtung mit einem WTA-geprüften System. Die Wand bleibt feucht; Untergrund aus Porenbeton vorher prüfen, Polystyrol und Holzwolle scheiden aus.
Sonderlösung mit Planer und Herstellerfreigabe. Eine nachträgliche Innenwanne aus Beton braucht eine statische Berechnung wegen Auftrieb und Lastabtrag.
Was die Innenabdichtung leisten muss, legt das Merkblatt ebenfalls fest: Der Erfolg ist erreicht, wenn kein Wasser mehr an der raumseitigen Oberfläche durchtritt. Wasserdampf darf weiter durch die Wand wandern, und als Mindestanforderung gilt die Raumnutzungsklasse RN1-E, die geringe Anforderungen an die Trockenheit der Raumluft stellt, wobei Verfärbungen der Oberfläche zulässig sind. Wer einen Wohnraum will, also die Klasse RN2-E, muss das ausdrücklich vereinbaren und zusätzlich Lüftung, Heizung und Wärmeschutz planen.
Was beide Verfahren kosten
Beide Verfahren werden je Quadratmeter Wandfläche abgerechnet, und für beide gibt es keine amtliche Statistik. Für die Außenabdichtung samt Freilegen, Abdichten und Verfüllen nannte der Blog plan7architekt 2024 200 bis 400 Euro je Quadratmeter, Getifix im Oktober 2025 350 bis 650 Euro. Für die Innenabdichtung nannte plan7architekt 80 bis 200 Euro, Getifix 450 bis 600 Euro. Die Angaben zur Innenabdichtung liegen damit um das Dreifache auseinander, was zeigt, dass die Anbieter verschiedene Leistungsumfänge meinen.
- Mindesttrockenschicht der Bitumendickbeschichtung bei Bodenfeuchte
- 3 mm ohne Einlage, 4 mm mit Einlage bei drückendem Wasser
- WTA-Merkblatt 4-6, Ausgabe 12.2024, Tabelle Mindesttrockenschichtdicken PMBC, Stand 1. Dezember 2024
- Eintauchtiefe, bis zu der geprüfte Innenabdichtungen zulässig sind
- 3 m, darüber Sonderlösung
- WTA-Merkblatt 4-6, Abschnitt Innenabdichtung, Stand 1. Dezember 2024
- Zeitraum bis zum Erfolg einer Außenabdichtung ohne andere Vereinbarung
- mindestens 2 Jahre
- WTA-Merkblatt 4-6, Abschnitt Abdichtungsziele, Stand 1. Dezember 2024
Der Aushub erklärt den Abstand zwischen außen und innen. Nach DIN 4124, wiedergegeben im Baustein C 469 der BG BAU vom Juli 2021, muss der Arbeitsraum an der Wand 0,50 Meter breit sein, und Gruben tiefer als 1,25 Meter müssen geböscht oder verbaut werden. Bei 2 Metern Tiefe und 45 Grad Böschung kommt je Meter Wand rund ein Kubikmeter Erde mehr heraus als bei senkrechter Wand. Diese Erde wird bewegt, gelagert, wieder eingebaut und verdichtet. Der Bagger ist der Grund, warum außen mehr kostet, nicht die Abdichtung selbst.
Bei der Innenabdichtung stecken die Kosten in den Vorarbeiten. Das Merkblatt verlangt, Bodenbeläge, Estriche, Beschichtungen und Putze bis auf die Rohebene zu entfernen, geschädigten Fugenmörtel etwa 2 Zentimeter tief auszuräumen, am Übergang von Wand und Bodenplatte eine Nut von etwa 2 mal 2 Zentimetern anzulegen und Gips sowie Holz aus dem Untergrund zu nehmen. Rissüberbrückende Schlämmen brauchen zudem einen trockenen Untergrund ohne rückseitiges Wasser; bei nasser Wand kommt eine starre Vordichtung dazu. Ein Angebot über 80 Euro je Quadratmeter ohne diese Positionen ist nicht günstig, sondern unvollständig.
So wird die Innenabdichtung ausgeführt
Die Innenabdichtung folgt nach dem Merkblatt 4-6 einer festen Reihenfolge, und die Abdichtungsebene ist immer das Rohmauerwerk. Wer auf Altputz abdichtet, dichtet den Putz ab und nicht die Wand.
- Ursache und Bemessungswasserstand klären. Vor der Planung muss ausgeschlossen sein, dass die Feuchte aus Tauwasser, einer undichten Leitung oder der Nutzung stammt.
- Beläge, Estrich, Putz und Beschichtungen bis auf die Rohebene entfernen. Gips, Holz und andere quellfähige oder wasserempfindliche Stoffe aus dem Untergrund nehmen.
- Fugenmörtel etwa 2 Zentimeter tief auskratzen, Löcher und offene Fugen mit systemverträglichem Mörtel schließen, Außenecken brechen, Innenecken ausrunden.
- Nut von etwa 2 mal 2 Zentimetern am Übergang Wand zu Bodenplatte und an vorhandenen Sperrschichten anlegen, damit die Abdichtung dort ansetzt.
- Wasserfließstellen, Partialdurchfeuchtungen und Risse vermörteln oder injizieren. Bei nasser Wand zuerst eine starre mineralische Vordichtung auftragen.
- Das WTA-geprüfte System in den vorgeschriebenen Lagen aufbringen und vollständig durchtrocknen lassen. Erst dann wirkt es.
- Sanierputzsystem nach WTA 2-9 als Deckschicht, wenn Salze im Mauerwerk stecken, und die Raumluft mit Lüftung oder Heizung so führen, dass kein Tauwasser entsteht.
Die Prüfung solcher Systeme beschreibt ein von der WTA autorisierter Fachbeitrag aus dem Jahr 2011: Prüfkörper werden rückseitig mit Wasser belastet, für Bodenfeuchte 14 Tage bei 0,75 Meter Wassersäule, für drückendes Wasser 28 Tage. Aus dem bestandenen Prüfdruck, geteilt durch einen Sicherheitsbeiwert von 2,5, ergibt sich der zulässige Einsatzbereich. Fragen Sie nach diesem Eignungsnachweis, bevor Sie ein Innenabdichtungssystem beauftragen.
So wird die Außenabdichtung ausgeführt
Voruntersuchung (Sachverständiger oder Fachbetrieb)
Bohrkerne, Feuchtemessung, Salzanalyse; bei Verdacht auf Grundwasser ein Bodengutachten mit Bemessungswasserstand. Daraus folgt die Wasserbeanspruchungsklasse.
Abdichtungskonzept (Planer)
Bauart, Stoff, Schichtdicke, Schutzschicht, Dränung ja oder nein, Sockelanschluss, Restrisiko und Zeitraum bis zum Erfolg. Ohne Planer trägt der Betrieb diese Verantwortung.
Aushub (Tiefbau)
Arbeitsraum 0,50 Meter, ab 1,25 Meter Tiefe Böschung oder Verbau, 0,60 Meter Schutzstreifen am Grubenrand. Aushub lagern, Standsicherheit der Wand ohne Erddruck prüfen.
Untergrund vorbereiten (Fachbetrieb)
Alte Abdichtung und losen Putz entfernen, Fugen schließen, Hohlkehle am Fundamentabsatz anlegen, Untergrund egalisieren.
Abdichten (Fachbetrieb)
Bitumendickbeschichtung in mindestens zwei Lagen, bei drückendem Wasser mit Verstärkungseinlage; Sockel bis 0,3 Meter über Gelände; Durchdringungen einbinden.
Schichtdicke messen und abnehmen (Sie mit Betrieb)
Trockenschichtdicke prüfen, 3 oder 4 Millimeter je Klasse, mit Foto und Protokoll. Nach dem Verfüllen sieht die Schicht niemand mehr.
Schützen und dränen (Fachbetrieb)
Schutzschicht oder Perimeterdämmung erst nach dem Durchtrocknen; Dränung nach DIN 4095 nur bei gering durchlässigem Boden ohne drückendes Wasser, mit 0,5 Prozent Gefälle und rückstausicherer Vorflut.
Verfüllen und Erfolg messen (Tiefbau, danach Sachverständiger)
Lagenweise verfüllen und verdichten. Feuchtemessung nach der vereinbarten Frist; ohne Vereinbarung gilt der Erfolg nach mindestens zwei Jahren als beurteilbar.
Die DIN 18533 selbst gilt nach ihrem Anwendungsbereich nicht für die nachträgliche Abdichtung in der Bauwerkserhaltung. Für den Bestand ist das WTA-Merkblatt 4-6 das Regelwerk, und es übernimmt die Klassen und Schichtdicken der Norm. Ein Angebot, das sich nur auf die DIN beruft, ist deshalb nicht falsch, aber unvollständig: Die Besonderheiten des Bestands, etwa salzbelastetes Mauerwerk oder eine fehlende Horizontalsperre, regelt erst das Merkblatt.
Was Sie vor der Beauftragung klären
Vor der Beauftragung klären Sie fünf Punkte schriftlich, damit das Angebot und die spätere Abnahme dieselbe Leistung meinen.
- Die Wasserbeanspruchungsklasse und der Bemessungswasserstand, beide aus der Voruntersuchung. Ohne sie ist die Schichtdicke geraten.
- Die Raumnutzungsklasse, die Sie erreichen wollen: RN1-E für Lagerkeller, RN2-E für Aufenthaltsräume. Bei der Innenabdichtung gilt ohne Vereinbarung nur RN1-E.
- Das Restrisiko, das der Planer nach Merkblatt 4-6 ausweisen muss, etwa für Fugen, Durchdringungen oder eine fehlende Horizontalsperre.
- Der Zeitraum bis zum Abdichtungserfolg und die Messung, mit der er festgestellt wird.
- Die Gewährleistung: Für Mängel an einem Bauwerk gilt nach § 634a Absatz 1 Nummer 2 BGB eine Frist von fünf Jahren ab der Abnahme. Vereinbaren Sie die Erfolgsmessung innerhalb dieser Frist.
Bewahren Sie die Ausführungsprotokolle auf. Das Merkblatt 4-6 enthält dafür Vorlagen, und ein Betrieb, der nach dem Merkblatt arbeitet, füllt sie aus. Sie sind der einzige Beleg für eine Schicht, die unter der Erde oder hinter dem Putz liegt.
Häufige Fragen
Kann man einen Keller von innen dauerhaft abdichten?
Ja, ein Keller lässt sich nach WTA-Merkblatt 4-6 von innen abdichten, wenn die Eintauchtiefe höchstens 3 Meter beträgt und ein WTA-geprüftes System auf dem Rohmauerwerk aufgebracht wird. Die Wand bleibt dahinter dauerhaft feucht und muss das vertragen; Porenbeton ist zu prüfen, Polystyrol und Holzwolle scheiden aus. Der Erfolg gilt als erreicht, wenn kein flüssiges Wasser mehr an der Innenfläche austritt.
Hält eine Innenabdichtung drückendes Wasser?
Eine Innenabdichtung hält drückendes Wasser nach WTA-Merkblatt 4-6 bis zu einer Eintauchtiefe von 3 Metern, wenn das System dafür geprüft ist. Bei mehr als 3 Metern ist eine Sonderlösung mit Planer und Herstellerfreigabe nötig. Der Untergrund muss den Wasserdruck und die Eigenspannung der Abdichtung aufnehmen können, sonst löst sich die Schicht von der Wand.
Braucht eine Außenabdichtung immer eine Dränage?
Nein, eine Außenabdichtung braucht nur dann eine Dränung nach DIN 4095, wenn der Boden gering durchlässig ist und kein drückendes Wasser ansteht. Das ist die Wasserbeanspruchungsklasse W1.2-E. Bei stark durchlässigem Boden versickert das Wasser von selbst, und gegen Grundwasser hilft keine Dränung. Wo sie gebaut wird, braucht sie mindestens 0,5 Prozent Gefälle, Rohre DN 100 und eine rückstausichere Vorflut.
Was kostet eine Kellerabdichtung von innen im Vergleich zu außen?
Für die Innenabdichtung nennen Anbieter 80 bis 200 Euro je Quadratmeter (plan7architekt, 2024) oder 450 bis 600 Euro (Getifix, Oktober 2025). Für die Außenabdichtung samt Aushub nennen dieselben Quellen 200 bis 400 Euro und 350 bis 650 Euro. Eine amtliche Statistik gibt es nicht; die Spannen zeigen, dass die Anbieter unterschiedliche Leistungsumfänge meinen.
Kann ich eine von innen abgedichtete Kellerwand dämmen?
Eine von innen abgedichtete Kellerwand kann nur mit einer Innendämmung nach den WTA-Merkblättern 6-4 und 6-5 gedämmt werden, die einen Feuchtenachweis verlangen. Das Merkblatt 4-6 ordnet die Innendämmung den raumklimatischen Maßnahmen zu, nicht der Abdichtung. Eine dampfdichte Innendämmung ohne Nachweis auf einer dauerhaft feuchten Wand ist ein Schadensfall in Vorbereitung.
Wie lange haftet der Betrieb für eine Kellerabdichtung?
Für Mängel an einem Bauwerk haftet der Betrieb nach § 634a Absatz 1 Nummer 2 BGB fünf Jahre ab der Abnahme. Das WTA-Merkblatt 4-6 sieht für den Erfolg einer Außenabdichtung ohne andere Vereinbarung einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren vor. Die Erfolgsmessung liegt damit innerhalb der Gewährleistung, wenn Sie sie im Vertrag festhalten.